Tiergestützte Therapie
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Eisbrecher - Seelentröster - Brückenbauer

Seit April 2000 kommen Taras, Ronja, Rufus und Thessa regelmäßig in das Städtische Alten- und Pflegeheim Wismar. Vier ausgebildete Therapiebegleithunde, die ihr Handwerk verstehen                                                             - ein tierisches Vergnügen -

Die Hunde erleichtern die Kontaktaufnahme unter den Heimbewohnern, Isolationen werden durchbrochen, sie fungieren als Brückenbauer. Reichlich Gesprächsstoff ist wieder da und lenkt von den alltäglichen Problemen ab. Heimbewohner, die nicht mehr zu Spaziergängen zu motivieren waren, an Gesprächen nicht mehr teilnahmen, die einen feste Mauer um sich gezogen hatten, waren wieder bereit, am Leben ein kleines Stück teilzunehmen, Dank unserer “Herzensbrecher”.

Ein wenig Gedächtnistraining - oft frage ich, wie die Hunde heißen und es ist schön, zu hören wenn wenigstens ein Name genannt wird. Die Vorfreude schafft neue Impulse, ungeduldig wird gefragt, wann denn “ihr” Hund wiederkommt.

Besonders der Körperkontakt ist für die Heimbewohner sehr wichtig. Liebevoll wird Ronja umarmt, das Gesicht in ihr warmes, weiches Fell gedrückt und das Gefühl der Geborgenheit und Nähe ist für wenige Momente wieder da.

Taras und Ronja haben es geschafft, zwei ältere Damen so zu motivieren, dass sie sich wieder gerne in den Rollstuhl setzen, um mit “ihrem” Hund nach draußen zu fahren.

Wenn das Wetter mal nicht so schön ist, geht es auch mal eine “Runde” durch das Haus, wo natürlich alle Aufmerksamkeit der Heimbewohner auf meine lieben, älteren Damen und Herren und “ihren” Hund gerichtet sind. Das Gefühl im Mittelpunkt zu stehen, wichtig zu sein und gebraucht zu werden, versetzt Berge. Es ergaben sich Gespräche, langsam und allmählich kam vieles wieder, was fast in Vergessenheit geraten wäre.

Die Hunde haben Dinge bewirkt, wozu wir Menschen nicht in der Lage sind. Sie haben das Eis gebrochen und mit viel Herz und Einfühlungsvermögen brachten sie wieder Menschen zueinander.

Die verschiedensten Situationen verlangen eine hohe Anpassungsfähigkeit der Hunde und vor allem Einfühlungsvermögen.

Rufus wurde als Welpe schon langsam und behutsam auf seine kommenden Aufgaben vorbereitet, damit er auch wie Ronja, außergewöhnliche Situationen meistert.

Ein wenig ungewöhnlich ist es schon, mit einem Servierwagen präsentiert zu werden.